J’ai trouvé le sens de la vie…

Nach langem Zögern und Überlegen habe ich es endlich geschafft, einen Roman auf Französisch ohne Wörterbuch zu lesen. Und ich bin irre stolz auf mich, dass ich durchgehalten habe 🙂
Es handelt sich um „Mange, Prie, Aime“ von Elizabeth Gilbert.
Einigen wird es sicher unter dem englischen Originaltitel „Eat, Pray, Love“ bekannt sein. Ich möchte nicht leugnen, dass ich sehr lange für das Buch gebraucht habe, was zum einen an der Sprache, zum anderen an dem etwas langatmigen zweiten Teil des Buches lag. Es hat außerdem eine Weile gedauert, bis ich mich an den literarischen Stil gewöhnt hatte, der viele Ausdrucksformen benutzt, die ich hier im alltäglichen Leben überhaupt nicht verwende, wie zum Beispiel das passé simple, die einfache Vergangenheit.

Anfangs hatte ich immer noch ein kleines Wörterbuch neben mir liegen, aber mit der Zeit nervt es einfach, wenn ich nach jedem Wort, das ich nicht kenne, suchen muss. Zumal ein Mini-Langenscheidt nur bedingt weiterhilft.  Deshalb fing ich danach an, unbekannte Wörter einfach zu „überlesen“…und das Große-Ganze zu verstehen.  Ging besser, schneller … und endlich genoss ich das Lesen. 🙂

Als nächstes Buch wartet dann Paulo Coelhos  „Brida“  auf mich … etwas schwerere Kost – aber ich habe ja immerhin zwei Monate Zeit 🙂

Musiktechnisch ist grad in Frankreich einiges los, hier mal mein absolutes Lieblingslied zur Zeit 😉

Es wird übrigens Sommer…meine letzte Zeit hier in Nizza ist angebrochen und ich versuche so gut wie möglich genau das zu verdrängen. Smoothies. Sonne. Leben. Lieben.

Quelle:

http://livre.fnac.com/a2196225/Elizabeth-Gilbert-Mange-prie-aime

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Allez voter!

Am 22. April hat Frankreich gewählt. 79,5 % der wahlberechtigten Franzosen haben ihre Stimme abgegeben, von so einer Wahlbeteiligung träumt Deutschland…

Da ich Sonntagabend arbeiten war, konnte ich die Ergebnisse nicht live im TV verfolgen, hatte allerdings dank Le Monde einen recht guten Überblick via Internet. Das Wahlergebnis war dann nicht sehr überraschend, sämtliche Medien hatten es so vorausgesagt. Hier noch einmal der Überblick in Zahlen:

François Hollande           28,6 %
Nicolas Sarkozy               27,2 %
Marine Le Pen                  17,9  %
Jean-Luc Mélenchon     11,1  %
François Bayrou                 9,1 %

Die wirklich größte Überraschung war, dass Marine Le Pen so viele Wähler für sich gewinnen konnte und in den Medien  „le troisième homme“, der dritte Mann, tituliert wurde.
Nun geht es in die Stichwahl, dazu sind die zwei Kandidaten berechtigt, die in der ersten Runde die meisten Stimmen für sich entscheiden konnten – demnach François Hollande und Nicolas Sarkozy. Hollande geht in diese Wahl, die am 6. Mai 2012 stattfinden wird, mit einem gewissen Vorsprung (auch wenn alles auf Null gesetzt wird), da Eva Joly (Les Verts) und Jean-Luc Mélenchon sich für ihn ausgesprochen haben und nun auf Hollandes Seite „kämpfen“. Bayrou und Le Pen hingegen haben keinen Vorschlag abgegeben.

 

 

 

 

 

 

Es gibt übrigens ein recht bizarres Gesetz hier in Frankreich, das besagt, dass bis 20 Uhr am Wahltag die französischen Medien nicht berechtigt sind, die Ergebnisse bzw. Prognosen und Hochrechnungen dem Publikum zu veröffentlichen. Dies gestaltet sich freilich als schwierig, weil alle Journalisten und auch die eingeladenen Politiker natürlich über die aktuellen Zahlen informiert sind, diese aber nicht aussprechen dürfen. So kommt es auf twitter zu vielen kreativen Aussagen der Journalisten:

« On va se faire un code. Le flan est au four ça veut dire Hollande au 2nd tour. La tomate est mûre , ça veut dire Mélenchon », propose ainsi @gchampeau, allusion pâtissière au surnom malveillant du candidat socialiste – « Flamby » – et à la couleur rouge emblème du candidat du Front de Gauche.

(Wir werden einen Code erfinden. Der Pudding ist im Ofen bedeutet, dass Hollande in der zweiten Runde ist. Die Tomate ist reif spricht für Mélenchon, schlägt gchampeau vor, der so auf den boshaften Spitznamen des sozialistischen Kandidaten „Flamby“anspielt und auf die rote Farbe des Symbols der Front de Gauche.)

oder auch:

D’autres préfèrent filer la métaphore footballistique: « Hollande » devient habilement « Pays-Bas », tandis que le tenant du titre Nicolas Sarkozy récupère le maillot de la Hongrie, pays d’origine de son père.

(Einige bevorzugen indessen die Fußball-Metapher: „Hollande“ wird damit zu den Niederlanden, während Sarkozy das Trikot von Ungarn trägt, das Geburtsland seines Vaters.)
Und da auch ich nicht bis 20 Uhr warten konnte, habe ich mich auf den Internetseiten der belgischen und schweizerischen Medien informiert. Diese richteten extra Server ein, weil es bei der letzten Wahl 2007 einen zu starken Ansturm gab und alles abstürzte. Dieses Mal ging jedoch alles gut und ganz Frankreich wartet nun auf den zweiten Wahlgang, dem wohl ein TV-Duell bevorsteht. Ob das noch etwas ändern wird?

Bleibt also abzuwarten, wie die Medien sich im zweiten, entscheidenden Wahlgang verhalten und – viel wichtiger – wie sich die französische Bevölkerung verhält.

Quellen:

http://www.leparisien.fr/election-presidentielle-2012/resultats-avant-20-heures-twitter-s-invente-ses-messages-codes-19-04-2012-1962373.php

Deutscher Kurzurlaub Nr.2

Da meine Frankreichliebe nun doch schon einige Jahre andauert, hatten sich meine Eltern entschieden, nun endlich auch mal das Land, die Leute und die Sprache kennen zu lernen. Guuuut, dachte ich mir. 🙂

Und guuuut war es auch.

Ich habe von meinem Chef unglaubliche vier Tage frei bekommen, die ich natürlich ausnutzen musste. Und so ging es in Nizzas Altstadt, nach Cannes und Antibes, Monaco und Menton und – mein persönliches Highlight – mit dem Mietauto in die Berge.
Hier ein paar Fotoimpressionen von den zahlreichen Ausflügen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Außerdem musste ich ihnen auch das französische „savoir vivre“ ein wenig näher bringen. So ging es in leckere Restaurants und ich habe wieder einmal gemerkt, dass sich hier Deutsche von Franzosen ganz stark unterscheiden.
In Deutschland geht man in ein Restaurant, um zu essen.
In Frankreich geht man in ein Restaurant, um neue Leute kennen zu lernen, mit dem Chef zu quatschen, guten Wein zu trinken, mit den Kellnern zu flirten und nebenbei die Spezialitäten auszuprobieren, die das jeweilige Restaurant so anbietet.

Sushi-Schlemmen ging es natürlich auch. Darauf hatte ich mich zwei Monate lang gefreut und das Warten hatte sich gelohnt. 🙂

Und weil die ganze Woche zwar doch recht touristisch und auch ein wenig anstrengend war („Lisa, was ist das für eine Kirche?“ … „Äääh, warte, ich schau mal im Marco Polo nach…“), bin ich glücklich und auch ein wenig stolz, mein französisches Leben zeigen zu können und jetzt endlich, nach fast acht Monaten, sagen kann: Ich fühl‘ mich verdammt wohl hier.

 

Blogvorstellung

Für alle Frankreichverrückten, Frankreichliebhaber, Kulturversteher, Vorurteilehaber und „Froschfresser“ habe ich hier einen Blog für euch gefunden (eigentlich hat der Blog mich gefunden 🙂 ), den ich euch unbedingt vorstellen muss.
Einfach, weil er es wert ist, gesehen zu werden. Er bringt einen zum Lächeln, Schmunzeln, Lachen und man merkt mit jedem Wort, dass dieses Mädchen, Paulette, den Blog mit ganz viel Liebe zu Deutschland und Frankreich führt.

Einer meiner Lieblingsartikel ist „Die Nutella-Katastrophe“. Ich lag lachend auf meinem Bett und dachte an einen Tag im Dezember, an dem auch ich bemerkte, dass französisches Nutella vieeeel besser schmeckt als deutsches. Weiß der Teufel warum. Karambolage hat mir dann die Antwort gegeben. Und ich finde es einfach nur sehr angenehm und lustig, dass eine Französin, die in Berlin lebt, die gleichen Erfahrungen gemacht hat. Ein Mädel, mit dem ich doch sehr gerne mal einen Kaffee trinken gehen würde.
Paulette schreibt einfach so wunderbar lustig von ihren interkulturellen Begegnungen und weil ich viele von denen auch schon kennen lernen durfte, muss ich diesen Blog einfach an euch weitergeben. 🙂

Hier die Blogadresse mit der Aufforderung: Anschauen 🙂

http://frankreichfuerdummies.com/

 

 

 

 

Bald, bald…

…gibt es wieder einen neuen Eintrag. Ich bin schon fleißig am Schreiben, nur leider werde ich die nächsten Wochen Spätschicht haben, so dass ich mich zeitmäßig erstmal neu organisieren muss.
Die letzten Tage wurden viele Fotos geschossen, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte – ihr müsst euch nur noch ein paar Tage gedulden!